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Tag 3 im Müllerthal - Kultur, Natur und gutes Essen

Der dritte Tag begann wieder mit einem wunderbaren Frühstück im Berdorfer Eck. Unsere Helden der Region begrüßten uns und stellten uns das Tagesprogramm vor. Es sollte in den Ort Echternach gehen und von dort suchten wir uns unseren Weg allein wieder nach Berdorf. An diesem Samstag war in Luxemburg Nationalfeiertag, schon am Abend vorher hatten wir den Großherzog gesehen. 

Wir packten unsere Rücksäcke und Linda fuhr uns nach Echternach.


Wir feiern mit unseren Helden den Luxemburger Nationalfeiertag.

Via Epternacensis - Ein Kulturrundweg

In Echternach angekommen liefen wir dann allein weiter. Und zwar durch die Stadt. 

Startpunkt des rund 2,5km langen Rundweges ist die Tourist-Information. Der Weg verknüpft die historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt Echternach. Wir gehen vorbei an der Sankt Willibrordus Basilika, der Benediktinerabtei und am Abteimuseum. Den Klostergarten und die Orangerie sehen wir nur von Weitem, da es nicht begehbar ist. Schade eigentlich wir mögen Orangerien sehr gern. Der Weg führt weiter zu einem Pavillon am Ufer der Sauer. Das fünfeckige Gebäude befindet sich im Lustgarten der Abtei. 

Sankt Willibrord Abtei Echternach

​​Die Stadtmauer Echternachs

​​​Im 10. - 13. Jahrhundert wurde die rund 2 Kilometer lange Stadtmauer erbaut. 4 Stadttore und 20 Schalentürme sorgten für Sicherheit. Heute sind die erhaltenen Türme zu Wohnzwecken ausgebaut. Gewiss super interessant... Auf unserem Weg gehen wir einige Meter an dem erhaltenen Teil der Stadtmauer entlang und sind beeindruckt.  


Ein Schalenturm in Echternachs Stadtmauer. Heute zu Wohnzwecken genutzt.

 Unser Weg führt uns am Gothischen Haus vorbei und am Justizkreuz, das in der Mitte des Marktplatzes steht. Auch den Denzelt- Dingstuhl sehen wir dort. Das war der ehemalige Justizpalast aus dem 14. Jahrhundert. Sehr imposant! Die Glocken der Peter und Paul Kirche begleiten uns eine ganze Weile auf unserer Wanderung durch die Stadt Echternach. 

Am Hihof mit dem Museum der Vorgeschichte geht es vorbei, genau wie am Gartenpavillon-Parlodrome. Nicht gesehen haben wir die Mutter-Gottes-Kapelle und die Römervilla. Diese liegen etwas außerhalb und da wir noch eine Wanderung über den Müllerthal-Trail vor uns hatten, besuchten wir diese nicht. 

Die Via Epternacensis ist ein sehr interessanter Weg, den wir jedem empfehlen können, der Interesse an der Kultur und Geschichte der hübschen Stadt Echternach hat. 

Wegweiser im Boden

Müllerthal-Trail Etappe Echternach - Berdorf

Von Echternach aus gingen wir nun einen Anstieg hinauf, wir kamen gut ins Schwitzen. Am Troosknäppchen verweilten wir und schauten auf Echternach hinab, diese tolle Aussicht genossen wir ein paar Minuten. 

Blick auf Echternach

Die Wolfsschlucht

Wald- und farnreich ist unser erstes Teilstück, bis wir nach nicht allzu langer Zeit an der Wolfsschlucht ankommen. Es ist fast zu bizarr, um es zu glauben. Diese hohen Felsformationen sind eine der spektakulärsten Naturdenkmäler der Kleinen Luxemburger Schweiz.
Ihren Namen hat die Schlucht übrigens von einem Trierer Urlauber, der sie mit der Wolfsschlucht aus dem Freischütz verglich. 

Schaut euch das mal an:

Wolfsschlucht
Da gehts aber hoch....

Weiter ging es durch das Felsen-Labyrinth, welches uns auch richtig faszinierte. Viele große Felsen, durch die wir uns wie durch ein Labyrinth schlängeln. Durch die schon erwähnten Unwetter war nun ein Teil des Mullerthal-Trails nicht passierbar. Wir liefen über einen ausgeschilderten Umweg, dessen Einstieg nicht besser hätte sein können. Am Perecop mussten wir durch ein Felsspalte eine Treppe hinauf. Das war mal wieder eine Herausforderung, vor allem für Anita. Aber wir schafften es. Durch urwüchsige Wälder, auf denen wir einfach die Ruhe und Natur genossen, ging es weiter. 


Hinauf am Perecop

Das Amphitheater 

Super interessant ist auch die Hohllay, die Mühlsteinhöhle, an der wir, nachdem wir wieder auf dem Müllerthal-Trail angekommen sind, landen. Von Menschen wurden hier Mühlsteine vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert aus dem Fels geschlagen und für die Mühlen in der Region genutzt. An der Breechkaul entstand aus einer solchen Höhle 1979 eine Amphitheater. 

In der Breechkaul

​Wir erreichen Berdorf nach einer tollen Wanderung. Insgesamt war sie rund 9,5 Kilometer lang (inkl. Umleitung) und dauerte rund 4 Stunden inklusive Pausen. Wir waren richtig froh, diese Region hat echt unwahrscheinlich viel zu bieten. Wir lernten an diesem Tag einiges über die Geschichte und durften wieder diese gewaltigen Felsen und schöne Natur genießen. 

Unser Abendessen

... nahmen wir im Sporthotel Trail In ein. Das war ein Gaumenaschmaus! 

​Irgendwann neigte sich auch dieser Tag dem Ende entgegen, aber nicht ohne im Trail In noch Fußball zu schauen. Deutschland gewann gegen Schweden und wir gingen zufrieden und satt zum Berdorfer Eck, wo wir wieder ruhig schliefen. 

Über unseren letzten Tag lest ihr im nächsten Bericht!

Waren wir unterwegs zuhause und wo sind die Helden...
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