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Auf der Suche nach Bartgeiern und Steinadlern

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Am zweiten Tag im Nationalpark Hohe Tauern in Osttirol treffen wir uns mit einer Park Rangerin und begeben uns auf die Suche nach Bartgeiern und Steinadlern.

Guten Morgen aus dem Matreier Tauernhaus. Nach einer erholsamen Nacht sind wir früh wach und freuen uns auf den bevorstehenden Tag. Da das Tauernhaus Ausgangspunkt für viele schöne Bergtouren ist, gibt es das Frühstück schon ab 07:00 Uhr. Klar, ohne Mampf kein Kampf. ;-) Auch uns knurrt bereits der Magen und wir machen uns auf die Suche nach einer Stärkung.

Am Frühstücksbuffet im Matreier Tauernhaus ...
... ist für jeden hungrigen Magen das richtige dabei.

​Neben Wurst und Käse findet der Gast eine Vielzahl an Brötchen, selbstgemachter Almbutter, Rührei, Gemüse, Obst, Kuchen,und-und-und. Das Frühstück ist bodenständig und bietet alles um genügend Power für den neuen Tag zu tanken. 

Na dann: Guten Hunger!

Für uns bleibt kein Wunsch offen und so können wir wenig später mit vollem Magen in den Tag starten.

Am zweiten Tag der "Wandern mit Biss" Aktion steht eine Wanderung mit der National-Park-Rangerin Carola auf dem Programm. Wir sind heute unterwegs um Bartgeier und Steinadler zu suchen. Klar, einfach wird das nicht. Die Tiere sind Zugvögel und nennen ein großes Gebiet ihr zu Hause. Vor kurzem soll aber eine Gruppe Gänsegeier im Nationalpark gesichtet worden sein, vielleicht haben wir ja Glück.

An der Karte erklärt unsere Rangerin Carola die heutige Wanderoute.

​Noch vor dem Start der Wanderung erfahren wir, dass die Bartgeier seit 1986 wieder im Nationalpark Hohe Tauern heimisch sind. Früher wurden die Tiere, wohl auch Aufgrund der Unwissenheit der Menschen, gejagt und fast ausgerottet. Heute wissen wir, dass die Geier reine Aasfresser sind und keine kleine Kinder holen. ;-) Auch die rötliche Färbung am Bauch ist kein Blut sondern Schminke, welche aus den mineralhaltigen Gewässern stammt. 

Langsam setzt sich die Gruppe in Bewegung und wir erfahren viel Wissenswertes über die Region, die hiesige Pflanzenwelt und über den Job des Nationalpark Rangers. Carola weiß viel zu erzählen und so entdecken wir bald wilden Thymian und fleischfressende Pfanzen am Wegesrand. 

Das Anschauungsmaterial beeindruckt.

Natürlich steht auch Vogelkunde auf dem Programm und wir bekommen Vergleichsbilder zwischen Bartgeier, Steinadler, Kohlraabe und Mensch gezeigt. Besonders beeindruckt sind wir als Carola ein weißes Tuch mit der aufgemalten Silhouette des Bartgeiers zeigt. Ca. 3 Meter Spannweite misst das Tier und das bei einem Gewicht von ca. 5-6 Kilogramm. Beeindruckend!

Unsere Wanderung führt an traumhaften Wasserfällen vorbei.

Immer wieder suchen unsere Augen den Himmel ab und wir hoffen die Geier zu erblicken.

Und endlich erblicken wir sie.

Majestätisch ziehen sie hoch oben am Himmel ihre Kreise. Auch wenn die riesigen Vögel weit weg sind so kann man sie mit bloßem Auge erkennen. Immer wieder tauchen sie nun an den Gipfel der umliegenden Berge auf und wir sind beeindruckt.

Inzwischen haben wir die Außengrenze des Nationalparks erreicht.

​Bislang zog sich der breite Fahrweg sanft ansteigend den Berg hinauf. Die Anstrengungen lassen wir mit dem erreichen des Parks, hinter uns und wir können gemütlich ins Gschlösstal hineinwandern.

Der Blick in das malerische Gschlösstal.
Gleich zu Beginn wartet ein süßes Almdörfchen.

Während wir weiter dahinwandern, erfahren wir viel Wissenswertes über den Nationalpark Hohe Tauern, welcher übrigens zu Osttirol, Kärnten und Salzburg gehört. Seit einigen Jahren wird jedes Jahr ein Bartgeierpärrchen ausgewildert. Die geschieht rotierend in den drei Bundesländern und findet immer wieder an unterschiedlichen Plätzen statt.

Der Gschlösstalbach führt viel Mineralien und Gestein mit sich. Unter anderem entspringt er aus dem Gletscher des Großvenedigers 3666m
Ein absolutes Highlight auf der Tour ist die Felsenkapelle.

Früher stand an dieser Stelle eine Holzkapelle, da diese aber durch Lawinen mehrfach zerstört wurde, entschied man sich eine Steinkapelle in den Fels zu schlagen.

Die decke der kleinen Kapelle besteht aus purem Fels.

Carola informiert uns, dass wir bitte vor betreten der Kapelle erst an die Decke schauen sollen, an heißen Tagen kann es vorkommen, dass die Kreuzottern sich hier ein kühles Versteck suchen.

Weiter geht´s in Richtung Innergschlöß und Venedigerhaus. Die Almwiesen sind herrlich saftig und um Horizont erhebt sich der Großvenediger.
Wir erreichen Innergschlöß, ein kleines Almdörfchen.

Bei einem kühlen Erfischungsgetränk endet hier leider auch die Tour mit unserer Rangerin Carola. Wir bedanken uns alle recht herzlich bei ihr. Wir haben viel Wissenswertes erfahren und gelernt. Wir hätten wohl noch ewig über Bartgeier, Steinadler und Co reden können aber leider heißt es jetzt Abschied nehmen. An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal für die wirklich feine Tour bedanken. Wenn auch du Lust hast mehr über die Region zu erfahren, schau doch einfach auf der Homepage des Nationalparks Hohe Tauern (Link zur Homepage) vorbei, da erfährst du mehr über die angebotenen Touren. Selbstverständlich bekommst du auch alle Infos an der hiesigen Tourismusinformation.

Bevor wir wieder zu unserer Unterkunft zurückkehren, wandern wir noch bis zum Talschluss des Gschlößtals und erhaschen noch einige tolle Fotomotive.

Wir wandern noch ein Stückchen weiter und genießen die Landschaft.
Auf der gegenüberliegenden Flussseite erblicken wir einige Gämsen, welche sich im Restschnee abkühlen.
Die Bergpixeline hält tolle Motive fest.

 Den Rückweg vom Venedigerhaus zum Matreier Tauernhaus dürfen wir im Panoramazug genießen.

Der kleine Aussichtswagen ist am Bulldog angehängt.

Ganz gemütlich und entspannt geht es für uns durch das Gschlösstal zurück und wir können die Fahrt und die umliegende Landschaft noch einmal in vollen Zügen genießen. Eine ganz feine Sache wie wir finden!!!

Der Panoramazug bringt uns gemütlich bis zur Sennerei.

Die alte Sennerei (Milchverarbeitungsbetrieb) bietet einen kleinen Lehrpfad auf dem der interessierte Besucher viel wissenswertes über die Geschichte und Nachhaltigkeit erfährt.

Die Sennerei befindet sich direkt hinter dem Matreier Tauernhaus.
Auf dem Rundweg erfährt man viel über die Geschichte der Bergbauern und die Milchverarbeitung.
Selbstverständlich kann man die Köstlichkeiten der Region im Almladen auch käuflich erwerben.
Neben Käse, Marmelade warten noch Honig und andere regionale Produkte auf den Verzehr.

Nach dem Wandern folgt der Biss!

Nach einer erfrischenden Dusche freuen wir uns auf ein leckeres Abendessen im Matreier Tauernhaus. 

Als Vorspeise bekommen wir einen Erdbeer-Tomaten-Salat auf Ruccola.
Es folgen Getaura Kasnocken &
Lachs mit Rote Rüben Risotto.
Der Nachtisch rundet den Gaumenschmaus ab.

Das Rezept für die Kasnocken findet ihr übrigens auf der Homepage des Tauernhauses (Link zum Rezept). Mein Tipp: Kocht es nach und probiert diese Leckerei selbst einmal aus. 

So Freunde, unser Magen ist gefüllt und die kulinarischen Gelüste mehr als befriedigt. Ich würde sagen wir stoßen noch mit einem leckeren Schnäpschen aus der Region an und lassen den Abend gemütlich auf dem Balkon ausklingen. Morgen wartet ein neuer Tag ist Osttirol mit neuen Erlebnissen.

Also, viele Grüße und Gesundheit, Anett & Maik

www.Bergpixel.de

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