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Goisererhütte und Gipfelsturm

​Heute steht eine Wandertagestour an, auf die wir uns alleine begeben. Nach einem vitaminreichen Frühstück begrüßen wir Herrn Stieler im Tourismusbüro in Gosau, stellen unser Auto dort ab, und starten direkt von Gosau (767 m) aus zu unserer Tagestour. Es ist recht frisch, der Himmel stark bewölkt und wir sind gerüstet mit Regenjacken und Wanderregenschirm (diesen haben wir auch für den Fall dabei dass uns eine Kuh auf der Alm zu nahe kommen könnte 😉). Wir folgen der Forststraße steil bergauf und durch dichten Wald 1,5 Stunden bis zur Iglmoosalm. Der Boden dieser ersten Etappe ist aufgrund des Regens sehr aufgeweicht und rutschig und macht das Laufen teils schwierig. Ab der Iglmoosalm ändert sich das Bild. Die Wege werden alpiner, felsige Wege und Pfade gesäumt von Farnen, Blumen, Wurzeln, Alpinsteige prägen den weiteren 3,5 stündigen Aufstieg zum Hohen Kalmberg auf 1833 Meter Höhe über die Goisererhütte. Die Goisererhütte ist wunderschön gelegen mit einem einzigartigen Panoramablick. Sehr einladend die heimelige Gaststube und die wunderschöne Sonnenterrasse mit Blick auf den Kalmberggipfel. Der Hüttenwirt, Max, ist ein cooler Typ, sehr authentisch, aufgeschlossen und freundlich, überhaupt ist das gesamte Servicepersonal super freundlich und jederzeit für einen kleinen Smalltalk zu haben. Echt eine super Atmosphäre. Auf dem Weg zum Gipfel des Hohen Kalmbergs machen wir noch zwei Entdeckungen. Eine historisch sehr bedeutende Höhle, die Kalmooskirche. Während der Zeit der Gegenreformation wurden hier Gottesdienste gehalten und Treffen veranstaltet der zu Luthers Zeit genannten Geheimprotestanten. Für die Evangelischen ein Treffpunkt von großer Bedeutung zur Zeit der Verfolgung. Weiter Richtung dem Gipfel kommen wir am Indianerkopf vorbei. Eine Felsformation die dem seitlichen Antlitz eines Indianers ähnelt. So nun weiter zum Gipfelkreuz, Eintrag ins Gipfelbuch und Abstieg zur Goisererhütte um uns hier erst einmal zu stärken. Nach einer leckeren Kaspressknödelsuppe und Apfelstrudel stellt sich eine innere Zufriedenheit ein und wir genießen das Panorama und die Atmosphäre der Hütte. Die Zeit vergeht im Flug und so kommt es, dass wir uns erst recht spät an den Abstieg über einen steilen Steig nach Bad Goisern, 2,5 Stunden, machen. Der Abstieg geht auf die schon müden Gelenke, die wunderschöne Strecke lässt aber alles vergessen. Müde und zufrieden kommen wir gegen 18:30 Uhr in Bad Goisern an, wo uns Herr Stieger abholt und uns nach Gosau zurückfährt. Unser Abendessen werden wir heute ohne die Gesellschaft von Herrn Stieger verbringen, für ihn sicher gut, denn wir sind so müde, dass wir eigentlich gar nichts mehr reden, sondern uns nach dem Essen einfach nur noch auf die faule Haut legen möchten. Ein super Tag geht viel zu schnell zu Ende.

Dem Himmel so nah
Durch Feld und Flur von Eynatten nach Eupen
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