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Kajakwandern mit Genuss: unglaubliche Felsen entlang der Donau

Die Donau im Kajak entdecken Die Donau im Kajak entdecken

Wasser! Felsen! Und eine Kajaktour im Donaubergland! Dass die heute doch noch klappte, war nicht selbstverständlich... Kälte und ein niedriger Wasserpegel drohten meinen Traum zerplatzen zu lassen. Wie es dann doch noch geklappt hat? Das verrate ich im heutigen Tagesbericht :) 

Der spontane Programmwechsel

Nach einem ausgiebigen Frühstück packe ich meine Sachen gleich für zwei Programmpunkte: eine kleine Wanderung auf den Eichfelsen (dazu an anderer Stelle ein Bericht) und auf eine Kajaktour - meine „frei-zur-Verfügung-Zeit“. Diese sollte ursprünglich erst morgen sein, doch ein Grund zwang uns, die Programmpunkte zu tauschen: der Wasserpegel. Denn was heute knapp war, wäre morgen vermutlich nicht mehr möglich gewesen.

Nach einem kleinen Snack am Restaurant beim Kanu- und Kajakverleih in Beuron-Hausen, zwänge ich mich in einen Neopren-Anzug. Ja, es ist kalt heute früh und der Wind bläßt manchmal saftig um die Ecke. Noch bin ich mir nicht sicher, ob das mit der Kajaktour wirklich eine sooo gute Idee ist, doch die Lust ist einfach ZU groß, mir die steilen Felswände vom Wasser anzusehen. Vielleicht nur eine kleine Tour, zwei Stündchen? Ja. Das dürfte reichen. Dachte ich...

Die Einweisung ist kürzer als die vorherige Auswahl an Kram und Klamotten, die mit auf die Tour sollten. Egal. Dat Ding wird schon nicht untergehen - nur steckenbleiben könnte ich, weil die Donau heute wenig Wasser zu bieten hat. Der Regen fehlt einfach. Eins-fix-drei schwamm das Kajak trotzdem prima und ich hocke mich gleich mittenrein. Schnell noch ein Foto, dann geht´s auch schon los!

Was sofort auffällt: unendliche Ruhe. Nur das Platschen der Paddel. Rechts. Links. Rechts. Links. Vögel zwitschern von überall her und ich fühle, wie sich mein Puls von Paddelschlag zu Paddelschlag senkt. Die Sorgen wegen der Kälte sind schnell verflogen, ich komme an. Im Hier. Im Jetzt. Platsch. Platsch. Platsch. Wenige Minuten später wird klar: Hier reichen keine zwei Stunden. Ich brauche mehr...

Das Gute beim Kanu- und Kajakverleih in Hausen ist, dass sehr spontan entschieden werden kann, wann man wieder raus möchte. Eine eingeschweißte Karte gibt die Ausstiegspunkte vor, die auch nach drei, fünf oder sechs Stunden zu erreichen sind - abhängig natürlich, wie viel Zeit man sich lassen möchte. So paddle ich und paddle - und genieße jeden Atemzug auf dem Wasser.

Vorbei an steilen, hohen Felswänden führt mich diese ruhige Wasserstraße. Hier und da tauchen kleinere Stromschnellen auf, die aber absolut harmlos sind und nur dann ein bisschen tricky werden, wenn über den Steinen das Wasser zu niedrig fließt. Gerade noch so komme ich manchmal drüber und freue mich darüber, ein wenig den Fluss des Wassers lesen zu können.

Was habe ich heute für ein Glück: die Donau gehört, abgesehen von zwei Kanufahrern, ganz allein mir. Über die ganze Tour! Nach rund vier Stunden erst entscheide ich mich zum Ausstieg, wo ich dankenswerter Weise mit dem Auto abgeholt werde. Busse wären auch gefahren - doch dann hätte ich das Stückchen Kuchen danach nicht mehr verdrücken können :)

Der Abend wird übrigens theatralisch: Auf der Freilichtbühne in Beuron gibt es um 20 Uhr ein kleines Stück zu sehen. Davor möchte ich unbedingt nochmal die hausgemachten Maultaschen essen, die mir gestern schon so geschmeckt haben. Wenn schon Schwobeländle, dann richtig! Und morgen schaffen wir es bestimmt auch, noch eine Donauwelle zu organisieren. Bei so viel Glück von heute, wird das ganz sicher gelingen.

Hach. Das Leben ist schön!

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