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Von Osttiroler Schlipfkrapfen und gigantischen Wasserfällen

Osttirol-Tag-3-18

Heute wird es kulinarisch in Osttirol. Wir kochen und verkosten original Schlipfkrapfen bevor wir später gigantische Wasserfälle besichtigen.

Guten Morgen ihr Lieben,

bestens ausgeruht erwachen wir in unserem Säumerzimmer im Matreier Tauernhaus (Link zur Homepage) und schon wenige Minuten später lassen wir uns das köstliche Frühstück schmecken.

Auf uns warten Bircher Müsli ...
... frische Semmeln und allerlei Leckereien.

Es sollte für jeden Geschmack genau das Richtige dabei sein und so starten wir wenig später mit vollem Magen in das nächste Abenteuer.

Heute lernen wir die kulinarische Seite Osttirols kennen und dürfen zusammen mit Anna vom Kräuterwirtshaus Strumerhof (Link zur Homepage) die Osttiroler Schlipfkrapfen zubereiten. Der Hof liegt weit, weit über den Dächern Matreis bei Zedlach und schon bei der Anfahrt genießen wir das fantastische Panorama auf die umliegende Bergwelt. Am Ziel angekommen, erwartet uns Anna bereits und wir werden herzlich begrüßt. Bevor wir starten, bekommen wir einen kleinen Einblick in die schwere Arbeit der Bergbauern. Die Männer des Hauses bringen gerade das frische Heu ein. Über eine Seilwinde werden die riesen Ballen in die Scheune verfrachtet. Beeindruckt schauen wir kurz zu bevor wir in das Museum geführt werden. Jedes Jahr gibt es ein neues Thema, dieses Jahr lautet es "Alle guten Dinge sind drei". Die Zahl drei ist für den Menschen eine sehr wichtige, erklärt uns unsere Gastgeberin. Menschen, die in der Hausnummer drei wohnen seien kommunikativer, die drei heiligen Könige und die drei Kirchtürme sind nur DREI der unsagbaren vielen Ausstellungsthematiken.

Das Museum ist liebevoll eingerichtet
Überall gibt es viel zu entdecken.

Schnell merken wir das Anna sich in der Naturheilkunde bestens auskennt. Und auch die Astrologie hat es ihr angetan. Gespannt hören wir zu und versuchen alle aufzunehmen und zu verinnerlichen. 

Wir hätten ewig mit ihr über die Themen reden können aber nach einem kurzem Besuch im Hofladen geht es für uns in die Freiluftküche.

Auf der Terrasse bekommen wir die Zutaten gezeigt und Anna verrät uns nach und nach das Rezept.
Klar, dass wir gespannt zuhören und immer wieder nachfragen.

Roggen- und Weizenmehl, Wasser, Öl und Salz. Mehr braucht es nicht um die Teigmasse der Schlipfkrapen herzustellen. Gekonnt knetet Anna die Masse durch und der entstandene Teig wird zum gehenlassen abgedeckt.

Der Inhalt der Teigtaschen besteht aus einer Kartoffel-Quark Mischung und einigen Kräutern.

 Schon beim verkosten läuft uns das Wasser im Mund zusammen. *Yammi*

Wir bekommen kleine Schälchen mit verschiedenen Beilagen gereicht, diese werde wir später mit frischen Kräutern verfeinern.
Auch kleine Brotspeisen werden aus dem frischen Teig geformt.

Während das Brot im Ofen bäckt, bekommen wir einen kleinen Rundgang durch ihren Kräutergarten. Unglaublich was da alles wächst. Aber am Anfang steht erstmal ein giftiger Strauch. Dieser soll den Teufel abschrecken den Garten zu betreten. Danach warten jede Menge Leckereien auf uns, Kresse, wilder Thymian, Salbei, Knoblauch, Kamille, Beifuß und, und, und... Die Auswahl ist riesig und es wächst alles vor der Haustür. Wir sind völlig fasziniert. 

Der Panorama-Kräuergarten bietet soooo viele Leckereien. Wahnsinn!!!
Mit dieser Kräuterauswahl werden wir gleich...
.. die Beilagen verfeinern. Bereits der Duft lässt uns das Wasser im Mund zusammenlaufen. Klar, dass wir schon mal heimlich vom Löffel naschen. ;-)
Inzwischen ist auch der Teil für die Schlipfkrapfen fertig und Anna sticht die Förmchen gekonnt aus.
Diese werden anschließend mit der Kartoffel-Quark Masse gefühlt und die Ränder fest verschlossen.
Das frisch gebackene Brot ist auch fertig.
Jetzt haben wir aber so richtig Appetit!!!

​Die Schlipfkrapfen werden nur solange im heißen Wasser aufgekocht, wie eine Schwalbe braucht um übers Dach zu fliegen.

Das sind sie endlich - die Osttiroler Schlipfkrafen. Verfeinert aus dem Kräutergarten des Strumerhofes.

Ich weiß, mit vollem Mund soll man nicht sprechen aber ihr wollt sicher wissen wie das alles schmeckt. Freunde, ich sage es euch-ein Gedicht. Die deftige Mehl-Kartoffelspeise gepaart mit den frischen Kräutern sind ein Gedicht. Wir probieren uns durch die verschiedenen Beilagen durch und kommen immer wieder ins Schwärmen. Es ist ein wirklich einfaches Gericht und doch so lecker. Ständig naschen wir hier und da und sind immer wieder aufs Neue begeistert.

Während dem Essen verfallen wir mit unserer Gastgeberin in wirklich schöne Gespräche. Wir haben schon lang gemerkt, dass sie ihre innere Mitte gefunden hat und es ihr wichtig ist, dass die Menschen wieder zu sich selbst zurückkehren. Wir leben in einer Welt des Überflusses und es sind genau Momente wie diese, in denen wir merken, dass das kleine Einfache doch das einzig Wichtige ist. Vielen, vielen Dank für diesen Moment!

Wir würden wohl jetzt noch dasitzen und mit Anna über ihre Kräuter und all die anderen interessanten Themen reden aber leider ist der Punkt des Abschieds viel zu schnell gekommen. Also sagen wir noch einmal Danke für alles was wir hier erleben durften und machen uns auf unseren weiteren Weg.

Wenn ihr mal in der Nähe von Matrei seid, schaut doch einfach mal auf dem Strumerhof vorbei. Die Öffnungszeiten findet ihr auf der Homepage. (Link)

Nach dem Biss folgt das Wandern.

Der offizielle Teil unsere Reise mit Best of Wandern ist jetzt leider vorbei. Da wir aber noch lang nicht genug von der Region haben und es noch so viel zu entdecken gibt, machen wir uns auf den Weg zu den nahe gelegenen Umbalwasserfällen. Knapp 30 Minuten von Matrei entfernt, wandern wir wieder in den Nationalpark Hohe Tauern hinein...

Das Umbaltal im Nationalpark Hohe Tauern
Schon von weitem können wir die riesigen Wasserfälle erspähen.
Die Kraft des Wassers ist in dieser Gegend allgegenwärtig.

​Der breite Fahrweg in das Tal ist bestens ausgebaut und begehbar. Erst am Wasserfallrundweg gilt es einige Stufen und steilere Passagen zu meistern.

Immer wieder gibt es kleine Tafeln die das Zusammenspiel zwischen Wasser-Mensch und Geist beleuchten.
Der gigantische Großbachwasserfall weiß zu beeindrucken.
Auf den Besucher warten Aussichtsblattformen, welche immer wieder beeindruckende Tiefblicke schenken.
Der Rundweg ist wirklich fein angelegt und bietet immer wieder neue Überraschungen.
Die Schlucht öffnet sich und wir blicken in das malerische Tal.
Immer wieder stoßen wir auf Lehrtafeln und auch auf die Bartgeier, welche wir gestern gesucht haben.

Der Rückweg verläuft über einen breiten Fahrweg. Auch dieser bietet immer wieder kleine Überraschungen.

Der Aussichtspunkt zum Großbachfall bietet auch einen Kissing Point
Der grandiose Blick ins Tal rundet die Tour ab.
Auf der Islitzeralm gönnen wir uns noch einen leckeren Eisbecher. Schließlich soll der Biss beim Wandern nicht zu kurz kommen. ;-)

​Mit jeder Menge grandiosen Eindrücken verlassen wir das Umbaltal und können euch einen Besuch nur empfehlen. Der Rundweg ist liebevoll angelegt und bringt Groß und Klein zum Staunen.

Zurück im Matreier Tauernhaus mache ich mich daran euch diese Zeilen niederzuschreiben. Unterbrochen werden wir nur von dem leckeren Geruch, welcher auf unseren Balkon hinaufzieht. Also ab zum Abendessen. Das Team vom Matreier Tauernhaus hat sich wieder einiges einfallen lassen um unseren Gaumen zu verwöhnen:

Kalbsrahmgulasch mit Serviettenknödel
Gebackene Champignons mit Sauerrahmsauce
Mohnparfait mit Minzschokolade

​An dieser Stelle möchten wir der Küche unseren herzlichen Dank aussprechen. Es war wieder mal sehr fein und lecker.

Leider, leider endet jetzt hier unser Abenteuer "Wandern mit Biss"

Bevor wir jedoch den Blog endgültig schließen und zu neuen Abenteuern aufbrechen, möchten wir uns bei allen bedanken, die die letzten Tage so besonders gemacht haben! Unser Dank geht an Verena und das komplette Best of Wandern Team, an Bernhard aus der Tourismus-Info Matrei, an Carola vom Nationalpark Hohe Tauern, an Anna vom Kräuterwirtshaus Strumerhof und natürlich an das gesamte Team des Matreier Tauernhauses. 

Wir nehmen viel aus Osttirol mit nach Hause und werden ganz sicher bald wieder hier zu Besuch sein!

Also, Servus und bis demnächst, Anett & Maik

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